MURMELN

Ein sommerliches Performance-Stück über Klima-Dystopien und Untätigkeit, über Heilsfiguren und darüber, warum wir Menschen immer nur sehenden Auges in unsere Shutdowns geraten.

Die Vorstellung am 31.07. muss leider entfallen. Alle Ticketinhaber werden informiert!

Der Autor Nikita Gorbunov, die Theatermacherin Boglárka Pap und der Bildhauer und Performer Thomas Putze laden ein zu:

Murmeln – ein fesselnder Mix aus Theater, Poesie und Bildender Kunst

Marja Rothenhöfer
und Kai Plaumann
in Aktion

Eine nicht mehr ganz junge, nicht mehr ganz einflussreiche Klima-Influencerin und Ihr Manager sind auf Tour. Zumindest könnten sie ihre Flucht weiterhin wie eine Tour aussehen lassen, wenn die Follower noch da wären. Dabei hat sie nach wie vor eine wichtige Botschaft. Sie müsste nur in unsere Blase hineinsenden. Oder aus ihrer Blase heraus

Im Stück von Nikita Gorbunov fügen sich abwechslungsreich poetische und theatrale Fragmente nach und nach zu einem mitreißenden Roadtrip von zwei halben Held*innen, die mit ihrer Wirklichkeit hadern. Inmitten von charakteristischen „Murmel“-Plastiken, die der bekannte Stuttgarter Bildhauer eigens für das Projekt geschaffen hat, stellen sich die Figuren ihrem persönlichen Stillstand. Dabei gelingt Gorbunov und Putze eine besondere Spannung zwischen den Skulpturen und den Texten, bei der sich sprachliches und visuelles Treibgut ineinander rollt. In der Inszenierung von Boglárka Pap gerät Putzes Skulpturenensemble in Bewegung und wird zum fließenden Bühnenbild, auf dem das ungleiche Paar – gespielt von Marja Rothenhöfer und Kai Plaumann – einer unsicheren Zukunft entgegen schwimmt. Ergänzt wird die Produktion von einem einführenden, philosophischen Beitrag von Matthias Gronemeyer.

Dass die Murmeln tatsächlich loskullern können, ist für die Projektbeteiligten ein vorweggenommenes Happy End. Den Murmelmacher:innen ging es wie ihren beiden Hauptfiguren, sie sahen sich von plötzlich veränderten Umständen im Ungewissen ausgesetzt: Was macht Corona mit unserem Projekt?

Als Bogárka Pap, Nikita Gorbunov und Thomas Putze sich im Herbst 2019 zusammentun, heißt das Projekt noch „unterHALTUNG“. Die drei wollen Theater, Poesie und Bildhauerei verbinden und zum menschlichen Selbstverständnis im Angesicht der Klimakrise forschen. Das Projekt beleuchtet die Haltungen, die der Klimadebatte zugrunde liegen. Warum zum Beispiel muss sich eine Wissensgesellschaft von Kindern auf die Wirklichkeit hinweisen lassen?

Mitten in der Arbeit wird das Team von der Pandemie überholt. Eine Naturgewalt, die zum Handeln zwingt und keinerlei Verhandlungen zulässt, wird nun zur globalen Kollektiverfahrung, die jeden Klimabericht in den Schatten stellt. Gorbunov, Paps und Putze greifen dies in ihrem Arbeitsprozess auf, aus „unterHALTUNG“ wird „Murmeln“. Die gemeinsame Arbeit bekommt eine melancholische und sehnsuchtsvolle Note, die wohl nur zu Corona-Zeiten so entstehen kann.

Das Ergebnis ist ein hochaktueller, leichtfüßiger Abend, der ein großes Thema behutsam in persönliche Momente zerlegt und im Rahmen der Kulturförderung der Stadt Stuttgart vom Verein ausdrucksreich e. V. ermöglicht wird.

Zusammen mit je 30 Zuschauer:innen, die bei der Inszenierung selbst Hand anlegen dürfen, treiben die „Murmeln“ an 7 Sommerabenden durch die Container-City des Kunstverein Wagenhalle.

Gefördert von

MURMELN

Ein sommerliches Performance-Stück über Klima-Dystopien und Untätigkeit, über Heilsfiguren und darüber, warum wir Menschen immer nur sehenden Auges in unsere Shutdowns geraten.

Die Vorstellung am 31.07. muss leider entfallen. Alle Ticketinhaber werden informiert!

Der Autor Nikita Gorbunov, die Theatermacherin Boglárka Pap und der Bildhauer und Performer Thomas Putze laden ein zu:

Murmeln – ein fesselnder Mix aus Theater, Poesie und Bildender Kunst

Marja Rothenhöfer
und Kai Plaumann
in Aktion

Eine nicht mehr ganz junge, nicht mehr ganz einflussreiche Klima-Influencerin und Ihr Manager sind auf Tour. Zumindest könnten sie ihre Flucht weiterhin wie eine Tour aussehen lassen, wenn die Follower noch da wären. Dabei hat sie nach wie vor eine wichtige Botschaft. Sie müsste nur in unsere Blase hineinsenden. Oder aus ihrer Blase heraus

Im Stück von Nikita Gorbunov fügen sich abwechslungsreich poetische und theatrale Fragmente nach und nach zu einem mitreißenden Roadtrip von zwei halben Held:innen, die mit ihrer Wirklichkeit hadern. Dabei greift der Text sprachlich geschickt die „Treibgut-Metaphorik“ von Thomas Putzes Plastiken auf, die der bekannte Stuttgarter Bildhauer eigens für das Projekt geschaffen hat. In der Inszenierung von Boglárka Pap gerät Putzes Skulpturenensemble in Bewegung und wird zum fließenden Bühnenbild, auf dem das ungleiche Paar – gespielt von Marja Rothenhöfer und Kai Plaumann – einer unsicheren Zukunft entgegen schwimmt. Ergänzt wird die Produktion von einem einführenden, philosophischen Beitrag von Matthias Gronemeyer.

Dass die Murmeln tatsächlich loskullern können, ist für die Projektbeteiligten ein vorweggenommenes Happy End. Den Murmelmacher:innen ging es wie ihren beiden Hauptfiguren, sie sahen sich von plötzlich veränderten Umständen im Ungewissen ausgesetzt: Was macht Corona mit unserem Projekt? 

Als Bogárka Pap, Nikita Gorbunov und Thomas Putze sich im Herbst 2019 zusammentun, heißt das Projekt noch „unterHALTUNG“. Die drei wollen Theater, Poesie und Bildhauerei verbinden und zum menschlichen Selbstverständnis im Angesicht der Klimakrise forschen. Das Projekt, beleuchtet die Haltungen, die der Klimadebatte zugrunde liegen. Warum zum Beispiel muss sich eine Wissensgesellschaft von Kindern auf die Wirklichkeit hinweisen lassen? 

Mitten in der Arbeit wird das Team von der Pandemie überholt. Eine Naturgewalt, die zum Handeln zwingt und keinerlei Verhandlungen zulässt, wird nun zur globalen Kollektiverfahrung, die jeden Klimabericht in den Schatten stellt. Gorbunov, Pap und Putze greifen dies in ihrem Arbeitsprozess auf, aus „unterHALTUNG“ wird „Murmeln“. Die gemeinsame Arbeit bekommt eine melancholische und sehnsuchtsvolle Note, die wohl nur zu Corona-Zeiten so entstehen kann.  

Das Ergebnis ist ein hochaktueller, leichtfüßiger Abend, der ein großes Thema behutsam in persönliche Momente zerlegt.

Zusammen mit je 30 Zuschauer:innen, die bei der Inszenierung selbst Hand anlegen dürfen, treiben die „Murmeln“ an 7 Sommerabenden durch die Container-City des Kunstverein Wagenhalle.

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